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  Slokratien - Weite Wälder und wilde Bären
 
eine Erkundungstour durch Slowenien und Kroatien

von Volker Wasmus

Verflucht, jetzt müssen wir schon wieder aussteigen und einen großen Ast beiseite räumen, der quer über dem Weg liegt. Das ist nun schon das 12. Mal. Das Unwetter der vergangenen drei Tage hat den Bäumen arg zugesetzt. Unsere Hemmschwelle ist zwar im Laufe des Tages um einiges gesunken, doch viele Äste sind einfach zu groß um drüber hinweg zu fahren. Wir sind unterwegs in den südlichen Ausläufern des Gorski Kotar, Luftlinie nur ca. 10 – 15 km von der Küste der Kvarner Bucht entfernt. Und viel krasser kann der Gegensatz kaum sein. Dort unten die Zivilisation und das beginnende touristische Treiben, hier oben nur Wälder, einsame Bergpisten, vereinzelt mal eine kleine Hütte und die Notwendigkeit, den Weg selbst frei zu räumen, wenn wir weiter kommen wollen. Und dann sind in dem frischen Schnee immer wieder ziemlich große Spuren…

Begonnen hat unsere Tour durch Slowenien und Kroatien am Himmelfahrtstag in Gozd Martuljek im Tal der Sava. Der Campingplatz Spik gehört zum gleichnamigen Hotel und ist um diese Jahreszeit wenig besucht. Gut für uns, wir haben die freie Auswahl bei der Stellplatzsuche und am nächsten Morgen kein Gedränge im Waschraum.

Unsere erste Etappe führt uns hinauf auf den 1611 m hohen Vrsic-Pass. Er verdankt seine Entstehung
einzig und allein dem 1. Weltkrieg und wurde von 10.000 russischen Kriegsgefangenen zur Versorgung der Österreichisch-Ungarischen Stellungen im Soca-Tal gebaut. Italien, zu Beginn des 1. WK noch auf Seiten Österreichs und Deutschlands wechselte 1915 die Seiten und besetzte Teile des Socatals (auf ital. Isonzo) und versuchte dann weiter südlich in Richtung Triest (Trient) vorzudringen. Mit Hilfe von deutschen Truppen, die von der zusammen brechenden Ostfront zurück kamen wurden die Italiener dann im Oktober 1917 endgültig in der verlustreichen 12. Isonzoschlacht vernichtend geschlagen. Dies ist zwar alles lange Geschichte, aber eben diese begegnet einem auf einer Tour durch das Socatal immer wieder. Man sieht alte Bunker, verfallene oder auch wieder hergestellte Stellungen, Befestigungen und Militärfriedhöfe. In Kobarid gibt es ein Museum, welches die ganzen Geschehnisse sehr anschaulich darstellt. Wir haben heute genug Zeit und es ist bestes Fotowetter, also legen wir immer wieder einen Stopp ein. Auf der Passhöhe narren wir noch ein wenig den Parkplatzwächter und starten wieder durch, kurz bevor er uns abkassieren kann. So weit kommt´s noch. Weitere Stationen sind die Socaquelle und der Wasserfall Boka, wir gehen also auch immer wieder ein Stück zu Fuß und sitzen nicht nur faul im Auto.

Nach einem schönen Abend mit Grillplatte und Lagerfeuer auf einem Campingplatz direkt an der Soca fahren wir am nächsten Morgen zum Wasserfall Slap Korita. Allerdings wissen wir nicht genau, wie man dort hinkommt. Eine schmale Bergpiste führt genau in die richtige Richtung. Also los. Nach wenigen 100 Metern geht es für den breiten Nissan Patrol GR nicht mehr weiter. Der Weg ist zu schmal. Na gut, dann mit 3 Autos weiter. Und es wird noch enger und noch steiniger und an einer Weide direkt über der Schlucht ist dann endgültig Schluss. Also zu Fuß weiter. Und dann können wir doch durch Bäume und Büsche hindurch endlich einen vagen Blick auf eine der drei Wasserfallstufen werfen. Aber Spaß hat´s schon gemacht. Nun geht es aber hinauf auf den Kolovrat, um dort eine wiederhergestellte und als Freilichtmuseum eingerichtete Frontlinie zu besichtigen. Danach fahren wir auf versteckten Pfaden hinunter zum Grenzfluss und können diesen auch auf einem offiziell nur für Einheimische reservierten Grenzübergang überqueren. Eigentlich wollen wir nach ein paar Kilometern wieder zurück auf die slowenische Seite doch diesmal sind die Grenzer nicht so großzügig und verweisen uns auf den nächsten internationalen Übergang. Auch gut, dadurch ergibt sich noch eine schöne Rundfahrt durch die Weingegend in den südlichen Ausläufern des Kolovrat. Der Wein muss zwar noch ein wenig reifen aber dafür gibt es an jeder Straßenecke herrliche Süßkirschen zu kaufen.

Unser nächstes Etappenziel sollte der kleine Campingplatz in Kanal sein, doch dieser hat bis auf weiteres geschlossen. Guter Rat ist teuer. Sollen wir zurück nach Kobarid oder auf Verdacht hinauf in die Berge um dort irgendwo auf einer Wiese zu übernachten? An der Tankstelle bekommen wir dann einen Tipp, in der Nähe von Nova Gorica soll es einen Platz geben. Der ist zwar in keiner Karte eingezeichnet aber die Richtung kommt uns gelegen. Also versuchen wir es. Und tatsächlich: die Beschreibung mit Händen und Füßen in internationalem Kauderwelsch passt genau. Und dabei stellt sich dann wieder das Gefühl ein, warum man als Reisender in Slowenien so gut aufgehoben ist: Nach einem freundlichen "dober dan" (Guten Tag) spricht man die Leute auf Englisch an und immer wird einem freundlich weiter geholfen.

Am nächsten Morgen geht es direkt eine Etage höher in die Bergregion Trnovski Gozd, zu dessen Füßen wir unser Lager aufgeschlagen hatten. Auf einem wunderschönen Weg fahren wir immer entlang der Felsstufe durch diesen Märchen- oder Gespensterwaldes, je nachdem ob die Sonne scheint oder dichte Nebel die Steilwand hinauf wabern. Wir erleben beides immer wieder im Wechsel. Hier sind zum ersten Mal die vielfältigen Erscheinungsformen des Karstes zu beobachten. Tiefe Senken und Trichter (Dolinen) wechseln sich ab mit ausgelaugten bizarren Kalkfels-Formationen. Und nirgends Wasser, denn das fließt im klassischen Karst fast ausschließlich unterirdisch. Doch dazu später mehr. Zunächst fahren wir durch die Nanos-Berge und versuchen von der westlichen Seite her den Gipfel des 1313 m hohen Suhi Vrh zu erreichen. Vor Jahren war ich schon einmal dort oben. Leider sind unsere an sich sehr guten topografischen Karten mangels Referenztracks noch nicht feinjustiert. So dauert die Suche nach dem richtigen Einstieg länger als geplant. Schließlich finden wir doch noch den geplanten Weg aus der Kategorie "einfacher Fahrweg", nur 2 km Luftlinie vom Gipfel entfernt. Diese Einstufung kann vieles bedeuten. Hier heißt es: lange nicht mehr benutzt und ziemlich schmal. Definitiv nichts für den großen Patrol GR. Die Besatzungen des Lada Niva und des Defender wollen es aber versuchen und so trennen wir uns nach Vereinbarung eines Treffpunktes und einer genauen Uhrzeit. Gert und ich versuchen einen anderen Weg der gleichen Kategorie. Dieser macht einen deutlich besseren Eindruck, doch was für den Samurai eher harmlose Spielerei ist erweist sich für den Patrol und seine Besatzung erneut als nicht machbar. Na gut, dann halt kein Gipfel mehr heute und auf einer großen Schleife hinunter zum Höhlenschloss Predjama. Die andere Truppe hat ihren Weg zwar mit viel Arbeit geschafft, kommt mit dem vereinbarten Zeitrahmen aber nicht mehr klar und nach einigen Telefonaten treffen wir uns dann endlich an unserem heutigen Nachtlager, einem privaten Camp in der Nähe von Postojna (Adelsberg). Wir sind die einzigen Gäste bei Franc und können so die Holzhütte allein nutzen. Und das sollte sich noch als Glücksfall heraus stellen. Heute verbringen wir noch einen schönen Abend draußen am Kamin bei Handmusik und einheimischem Wein und Pivo.

Am nächsten Morgen Regen. Fieser ekliger Dauerregen, nur ab und zu für höchstens eine halbe Stunde unterbrochen. Na ja, macht auch nichts. Wir wollten uns ja eh unter die Erde begeben, und zwar in die Schauhöhle von Adelsberg. Für satte 16,50 EUR werden die Besucher zunächst mit einer elektrischen Bahn in die Unterwelt gefahren und dann durch die berühmteste Höhle in ganz Europa geführt. Ich fahre nicht mit ein, sondern nutze die Zeit um mit den bislang aufgezeichneten Tracks unsere Karten auf dem Rechner nachzujustieren. Wir haben neben einem normalen GPS auch zwei Mininotebooks und einen PDA dabei, auf dem mittels Navi-Software auch selbst gescannte topografische Karten laufen. Und was Besseres zur Orientierung gibt es einfach nicht.

Am Nachmittag ignorieren wir den Regen soweit das möglich ist und schauen uns noch das schöne Tal Rakov Skocjan mit seinen vielfältigen Karstphänomenen wie z.B. Höhlenportalen, Naturbrücken, Schwinden und Quelltöpfen an. Zum Abschluss wandern wir noch ein Stück in ein riesiges Höhlenportal, aus dem uns der Fluss Unica entgegen kommt. Abends ist eher nichts mit gemütlich draußen sitzen. Aber wir haben ja die Hütte, einen alten Holzherd und noch genügend trockenes Brennmaterial. Der Abend ist also gerettet. Für diese Nacht ziehe ich allerdings den großen Tisch in der Hütte als Bett der engen Suzi vor, zumal es auch stetig in den Fußraum und damit auf mein Bett tropft.

Wir mussten umplanen. Da es – leider wie angekündigt – am nächsten Morgen immer noch kräftig regnet  fahren wir heute zu den nur 40 km entfernt liegenden Höhlen von St. Kanzian. Sie sind Weltnaturerbe und absolut einmalig. In einer bis zu 100 Meter hohen unterirdischen Schlucht tost der Fluss durch den Berg um dann in einem unergründlichen Nichts zu verschwinden. Erst 30 km weiter taucht er für nur 300 Meter kurz vor der Mittelmeerküste bei Triest wieder auf. Wieder zurück im Camp wird´s dann langsam etwas schwierig. Die Wiese ähnelt einem Sumpf. Wir müssen mit den Fahrzeugen vorsichtig sein, damit wir keine Spuren in den weichen Boden graben. Denn das hat Franc gar nicht gerne. Das Zelt von Andi ist inzwischen - da nur einwandig – sowohl von außen als auch von innen durch Kondenswasser komplett nass. Er verzieht sich für diese Nacht auf den einfachen aber wenigstens trockenen Schlafboden. Das Zelt verschwindet zum Trocknen in den Keller. Und das Hartschalendachzelt von Gert und Helga hat nun auch endgültig aufgegeben und die Matratze ist durchgeweicht. Aber zum Glück gibt es bei Franc ja auch noch Zimmer zu mieten. Nur Ulli hält in seiner Einmann-Dackelgarage eisern durch.

Am nächsten Morgen strahlender Sonnenschein aber kalte Luft. Reinhold verabschiedet sich in Richtung Heimat um nach dem Rechten zu sehen. Auch in Schwaben hat es geunwettert. Für Gert und Helga ist heute ebenfalls Schluss. Mich hat zwar eine Erkältung ziemlich heftig erwischt, doch die Küste also die Kvarner Bucht will ich noch sehen. Wir reinigen die Hütte, füllen noch einmal die Vorräte auf und starten dann relativ spät in Richtung Kroatien. Zuvor aber noch eine Runde um den Zirknitzer See. Dieser ist nur temporär gefüllt, nämlich dann wenn viel Wasser auf einmal aus den Bergen kommt und nicht schnell genug in die Höhlen abfließen kann. Die Regenfälle zeigen bereits Wirkung, der Wasserspiegel steigt stetig. Und der Schneeberg im Hintergrund macht seinem Namen alle Ehre und grüßt mit einer weißen Haube. Na das kann ja noch spannend werden.

Gleich nach dem unkomplizierten Grenzübertritt hinüber nach Kroatien in Babno Polje/Prezid verlassen wir wieder die Straße und fahren erneut hinauf in die Berge, in Richtung Risnjak Nationalpark, einem Teil der großen Wald- und Bergregion Gorski Kotar. Gleich wird uns der Unterschied zu Slowenien deutlich. Waren die auch in Übersichtskarten eingezeichneten Schotterpisten bislang in bestem Zustand und fast Schlagloch frei wird es nun doch ein wenig ruppiger. Wir kommen nicht mehr so schnell voran. Dazu tragen auch die vielen Äste bei, die nun auf dem Weg liegen. Das Unwetter muss wohl nicht ohne gewesen sein. Die Schneefallgrenze ist auf 700 m gesunken und so kommen wir - Anfang Juni – noch in den Genuss, unsere Spuren in frischen Schnee zu ziehen. Irgendwann fordert Andi mich über Funk zum Anhalten auf. Er hätte da Spuren gesehen und was das wäre. Wir schauen sie uns an und stellen sehr schnell fest, dass es sich um Bärenspuren handelt. Sie sind im Schnee natürlich sehr leicht zu sehen. Auch Bären sind faul und benutzen lieber die Forstwege anstatt sich durchs Unterholz zu quälen. Es ist schon später Nachmittag, als wir den ersten angepeilten Campingplatz an einem Stausee suchen. Nur noch über die Staumauer rüber und dann sind wir da. Aber das war nichts, geschlossen wie viele andere Einrichtung um diese Zeit auch. Und ein Campingplatz im üblichen Sinne ist das auch nicht, eher ne Ferienhaussiedlung. Na gut, es soll ja laut Kartenatlas Slowenien-Kroatien noch einen geben, nur 10 km entfernt. Doch auch hier Fehlanzeige. Nicht das er gar nicht da wäre aber im Ganzen ein schlechter Witz der nicht zu beschreiben ist und natürlich auch geschlossen. Uns bleibt nur noch eins: runter zur Küste. Etwas genervt stellen wir dann fest, dass auch der Campingplatz in Crikvenica geschlossen ist, aber es gibt ja noch die benachbarte Bungalowsiedlung. Nach anfänglichem Sträuben lässt sich dann auch unser Camper und Outdoorer aus Prinzip Andi angesichts der fortgeschrittenen Stunde um 21:05 Uhr zu einem festen Quartier überreden.

Meiner Erkältung hat das Bett ganz gut getan und auch das Frühstück ist in Ordnung, wir hatten für 15 EUR weniger erwartet. Es ist weiterhin kalt. Wir können an der eigenen Haut die Bora, den kalten Wind aus den Bergen spüren. Und das obwohl die Sonne scheint und die Luft eigentlich recht warm ist. Trotzdem: Auf geht´s, wieder rauf in die Berge. Gleich oberhalb der letzten Häuser zieht ein steiniger aber recht breiter Fahrweg den Hang hinauf. Es bieten sich sehr schöne Ausblicke hinunter auf die Küste und die vorgelagerten Inseln. Irgendwann verliert sich der Weg in seinem ursprünglichen Verlauf in der Macchia. Doch parallel zum Hang führt ein nicht eingezeichneter Weg zwischen kleinen mit Steinmauern abgegrenzten Weiden weiter. Dann geht es doch wieder den Hang hinauf. Wir kommen an einer einsamen Jagdhütte vorbei. Davor ein Wassersammelbecken und eine Zisterne. Auch hier ist Wasser kostbar. Kurz danach versperrt eine dicke Kettenraupe den Weg. Was nun? Doch der Fahrer hat schon den Rückwärtsgang eingelegt und will uns offensichtlich Platz machen. Nach 300 Metern endlich eine Stelle, an der wir passieren können. Doch erst muss sein Kollege mit dem Bagger auch noch Platz machen... Soviel Entgegenkommen ist uns natürlich 2 Dosen gekühltes Bier wert und es wird auch gerne entgegen genommen.

Ein paar Kilometer weiter ist auf der Karte eine lose Ansammlung von Hütten eingezeichnet. Was nach einer Almregion aussieht ist inzwischen scheinbar eine Sommerfrische mit einer großen Zahl von teilweise gut versteckten Wochenendhütten. Einige kann man sogar mieten und ein Ausflugslokal gibt es auch hier oben. Doch uns zieht es weiter. Haben wir doch gerade erst 40 von geplanten ca. 130 km für den heutigen Tag geschafft und es ist bereits Mittag durch. Doch der Rückweg und damit die Hälfte der Strecke sind laut Kartenatlas Hauptstraßen 1. und 2. Ordnung. Na denn, weiter geht´s. Wir kommen immer höher und der Schnee wird immer mehr. Doch die Bergpisten sind ausreichend breit und nicht sonderlich steil, also wagen wir uns weiter vor. Natürlich liegen auch immer mehr Äste auf dem Weg und wir sind die Ersten nach dem Unwetter. Also ran an die Arbeit, Werkzeug zum Wegebau haben wir schließlich genug an Bord und sonst freuen wir uns ja auch über jede Abwechslung. Als wir dann aber immer wieder Bärenspuren auf dem Weg sehen sind wir beim Aussteigen doch etwas vorsichtig und lassen vorsichtshalber das Bärenglöckchen erklingen. Man kann ja nie wissen was hinter der nächsten nicht einsehbaren Kurve auf uns wartet. Gerne hätten wir die Bären zu Gesicht bekommen aber ein Muttertier mit Jungen und um diese Jahreszeit noch nicht wirklich satt gefressen, man kann ja nie wissen.

Irgendwann erreichen wir doch noch das angepeilte Bergdorf. Hier soll es auch einen Campingplatz geben. Wäre für Touren in dieser Gegend eigentlich ideal. Doch wieder einmal sind die Angaben im Straßenatlas fehlerhaft. Diesmal ist weit und breit nichts zu finden. Und dann rächt es sich auch noch, dass wir unserem Prinzip nicht treu geblieben sind und nicht mit vollem Tank losgefahren sind. Der Lada kommt höchstens noch 30 – 40 km. Doch der Tipp eines Einheimischen in den nächsten größeren Ort zu fahren erweist sich als richtig. Es ist inzwischen kurz vor sechs, nun aber zügig auf den Rückweg, schließlich haben wir noch 70 km vor uns. Doch nur 5 km hinter dem Ort ist die "Hauptstraße 1. Ordnung" nur noch eine bessere und später dann eher schlechtere Bergpiste. Na das kann ja was werden. Zum Glück sind dann aber die letzten 35 km wieder gut ausgebaut und wir erreichen die Küste noch gerade rechtzeitig mit dem Sonnenuntergang. Diese Bilder und ein sehr schöner Standplatz auf dem Campingplatz in Selce direkt am Ufer entschädigen dann wieder für den langen Tag. Die erste Amtshandlung noch vor dem Zeltaufbau ist dann auch erstmal ein kühles Bier mit Meerblick.

Auch am nächsten Tag ist es weiterhin ziemlich kühl, also nicht gerade förderlich für die Kurierung meiner Erkältung. Schweren Herzens mache ich mich nach einem letzten Rundgang entlang der Promenade auf den Weg zurück in die Heimat. Andi und Ulli wollen noch einen Tag länger bleiben und unternehmen einen Abstecher auf die Insel Krk und sind erst am Pfingstmontag wieder Zuhause.

Fazit unserer Tour, die in erster Linie der Erkundung neuer Strecken und Regionen dienen sollte: Wunderschöne Landschaften, einsame Berge, freundliche Bevölkerung und auf jeden Fall eine weitere Reise wert. Aber wenn man Spaß in den Bergen haben will, wegen der teilweise schmalen und rauen Pisten nicht unbedingt was für Dickschiffe oder überladene Fahrzeuge. Teilweise haben wir uns mit der umfangreichen Ausrüstung im Wagen doch recht mühselig die Berge rauf quälen müssen. Vielleicht werden wir ja doch noch unserem Motto "raus in die Natur" mit allen Konsequenzen ein wenig untreu und wählen beim nächsten Mal als Quartier eines der zahlreichen kleinen Hotels oder eine Bungalowsiedlung in der Kvarner. In der Nebensaison ist es hier recht günstig und es spart viel Gepäck. Und ein möglicher Regen kann uns dann auch nicht weiter stören. Ich hätte jedenfalls nichts dagegen.

Wie immer noch für die Statistik und weil ich immer wieder nach den Zahlen gefragt werde:

Gefahrene Strecke: 2900 km
Gesamtverbrauch: 250 Liter Benzin
Durchschnittsverbrauch: 8,75 l/100 km
Gesamtkosten Sprit: 300 EUR
Kosten Übernachtung: 75 EUR
Maut + Tunnel + Autobahn: 25 EUR


 
 
 

 
 

 




















 


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