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Landhausurlaub
in der pommerschen Sennplatte - März 2008
Samstag,
Anreise
Das
Treffen mit Gert und Helga könnte nicht besser laufen. Ein
kurzer Anruf dass ich losfahre, und dann sind wir beide gleichzeitig
30 min. später die Autobahnauffahrt rauf. Wir sind dadurch eine
Stunde früher als geplant in Küstrin, also kleine
Planänderung und schon jetzt einkaufen und nicht erst in
Landsberg. Wir sind gerade fertig, da melden sich auch schon die
anderen, d.h. Detlef, Karsten und Familie. 20 Minuten später
trifft auch Burkhard ein.
Weiter
geht´s. Entlang der Wartheniederung, die komplett unter Wasser
steht fahren wir zunächst etliche km Fern- und Landstraße,
später schmale holprige Kopfsteinpflaster- straßen und
machen einen kleinen Abstecher durch den Drawa-NP zu einem schönen
Biwakplatz. Hier legen wir eine kurze Rast ein. Es sind sogar schon
einige Paddler unterwegs. Eine große poln. Truppe landet gerade
an. Der Wasserstand ist sehr hoch, das Ufer teilweise
überschwemmt,
sicherlich kein leichtes Fahren um diese Jahreszeit.
Gegen 17
Uhr kommen wir dann bei unserem Landhaus, einem alten deutschen
Bauernhaus mitten in der Feldmark an. Frank und Anke treffen kurz
danach ein. Nun heißt es Zimmer beziehen und die
Räumlichkeiten inspizieren. Es ist ein schönes Haus mit
großen Zimmern, zwar etwas spärlich möbliert, aber
trotzdem gut eingerichtet. Alles Nötige ist vorhanden und man
kann sich wohl fühlen.
Montag,
Sightseeingtour (geplant)
Manchmal
kommt es anders als man denkt. Eigentlich wollen wir eine
gemütliche
Sonntagsrunde um den Kurtzigsee drehen, hier und da natürlich
auch über Feldwege. Gleich der erste Abschnitt zeigt, dass es
diesmal doch etwas anders laufen wird. Wasser, überall Wasser
und das in großen Mengen. Jede kleine Wiesensenke und Mulde
steht voll und auch auf den Wegen überall kleine und große
Pfützen. Dadurch ist der Untergrund natürlich allgemein
auch sehr schmierig. Recht bald wird Allrad erforderlich.
Kleine
und große Seen wechseln sich immer wieder untereinander ab. Mal
sind sie in der Ferne zu sehen, mal kommen wir direkt daran vorbei.
Auch kleine Sumpfgebiete und Niederungen liegen direkt am Wegesrand.
Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich und sehr wellig und
hügelig. Felder sind eher selten, meist Wiesen oder auch
größere
Brachflächen.
Gleich
der erste Feldweg hat es bereits in sich. Viele schmierige
Abschnitte, teilweise grobe ausgefahrene Spuren. Hin und wieder
finden wir die die Überreste von ehem. Einzelhöfen, heute
nur noch Ruinen. Hinter einer solchen wartet dann auch Arbeit auf
uns. Die Hinterlassenschaften von Sturm Emma sind zu beseitigen.
Insgesamt müssen wir 3 Bäume beiseite räumen, andere
sind etwas abenteuerlich zu umfahren.
Unser
nächster Halt ist an einer alten Wassermühle an der Drage,
kurz vor dem Crössinsee. Wir rätseln wie lange das
windschiefe Gebäude wohl noch stehen wird. Unsere Statikerin ist
aber guter Hoffnung.
Das
nächste Ziel ist eine Landzunge am Kurtzigsee, ein kleiner Weg
führt dort hin. Kurz vor dem Wald schon eine Abfahrt mit sehr
tiefen Spuren, in denen meine Suzi mangels Bodenfreiheit hängen
bleibt. Ich liege auf kompletter Länge auf. Nur mit Mühe
schafft es Detlef über die Ausweichspur über die Wiese sich
entsprechend zu positionieren, um mich nach unten zu ziehen. Der Rest
versucht sich hier gar nicht weiter. Es sind noch 400 m bis zum Ufer.
Wir erkunden - wie es sich gehört - erst einmal zu Fuß.
Die tiefen Spuren werden noch tiefer, nur Detlef und Burkhard
könnten
es noch schaffen. Na dann, Augen zu und durch. Und es klappt
tatsächlich. Mit reichlich Anlauf und durchgetretenem Gaspedal
schaffen sie die Fahrzeuge den Anstieg hoch. Nach dem obligatorischen
Zielfoto am See geht es dann gleich wieder runter, die anderen warten
schließlich.
Mittlerweile
ist allen klar dass der Plan der gemütlichen Sightseeingtour
langsam dahin ist. Wir erkunden noch schnell einen Campingplatz
für
evtl. spätere Touren und kürzen dann etwas ab und fahren
auf der Hauptstraße nach Woldenburg. Direkt auf dem Marktplatz
nehmen wir mit unserer Kolonne von immerhin 6 Fahrzeugen Aufstellung
- was natürlich wieder mal viele Neugierige anlockt - und suchen
das Museum. Ehrlich gesagt nicht wirklich gründlich, Essen gehen
ist erstmal wichtiger. Die Pizzeria ist schnell gefunden. Eine
unscheinbare Tür führt eine Kellertreppe hinunter. Es ist
recht klein aber gemütlich. Und die Bedienung ist fix und in
allem Sprachen gewandt. Wir müssen gar nicht lange auf unser
Essen warten und es schmeckt klasse.
Nun
Einkaufen gehen, frische Brötchen sollen schon sein. Na ja, es
wird doch noch einiges mehr. Zurück auf dem Marktplatz finden
wir endlich das Museum, inzwischen hat es natürlich schon
geschlossen. Macht nichts, ab zur Burg Sternberg, auch die kann man
besichtigen - schließlich ist für heute offiziell immer
noch Kultur angesagt. Doch auch dort kommen wir zu spät.
Also
drehen wir noch eine Runde um den Sarebensee und versuchen dann noch
einmal ans Ostufer des Kurtzigsees zu kommen, das klappt aber erst
beim dritten Anlauf. Ein schmieriger Wiesenweg führt an eine
Anglerstelle – leider wie so oft ziemlich vermüllt. Und dann
lockt noch eine kleine Furt und schließlich geht es zurück
ins Landhaus. Nach dem Abendessen dann natürlich wieder
Videoabend - der Vorrat an mitgebrachten Filmen ist groß.
Montag,
Übungsplatz Schloppe
Wir
haben für heute ein etwas größeres Programm vor uns,
also 9:30 Abmarsch. Recht zügig geht es über Pisten und
kleine Landstraßen zunächst zu einem ehem. Flugplatz. Hier
ist Rennen angesagt. Erst einzelne Fahrzeuge gegeneinander, dann alle
sechs in Formation, die Landebahn ist schließlich breit genug
und gut 2 km lang. Karsten verpasst den Start etwas, kann dann aber
noch gut aufholen. Eindeutiger Sieger ist Burkhard. Gegen den V8 kann
so schnell nichts anstinken.
Vorbei
an einem ehem. großen Gutshof, einsam im Wald gelegen geht es
über lange Waldpassagen zur Bunkerkette an der Pilawa. Von hier
aus ist Start zu einer kleinen GPS-Tour. Es sind ein paar Punkte
vorgegeben, die Strecken dazwischen können frei gewählt
werden. So kommt es auch, dass sich alles schnell verläuft. Ich
besichtige noch einmal den Niedersachsenhof, ein großes
Truppenlager, in den 30er Jahren erbaut zur Schulung der
Panzertruppen Rommels. Später haben die Russen diese Kaserne und
den gesamten Übungsplatz übernommen. Ein paar der alten
deutschen Gebäude sind sogar wieder renoviert, die russischen
sehen dafür umso schlimmer aus. Dann geht es weiter zu unserem
Treffpunkt, einem Picknickplatz direkt neben dem ehem. Dorf Schloppe.
Frank
und Anke sind noch abgängig, melden sich dann aber bald per
Handy. Sie haben eine unangenehme Begegnung mit einem Förster,
er fordert 200 Zl Strafe für illegales Befahren von Forstwegen.
Frank weigert sich, also Fahrt zum Chef nach Schloppe. Wir telefonieren
mehrmals hin und her und fahren schließlich auch nach Schloppe,
natürlich nur in Funkweite, nicht in Sichtweite. Ein Auto als
Bauernopfer reicht schließlich. Dann kommen die beiden doch.
Bei 200 Zl. Strafe ist es geblieben und dazu die Belehrung, dass
überhaupt nirgends gefahren werden darf, außer es ist
erlaubt. Wie das dann aussehen soll, kann allerdings keiner sagen.
Czlopa, zu deutsch Schloppe, ist eine
ehemalige
Garnisonstadt. Sie wurde von den Deutschen in den 30er Jahren
angelegt und dann von den Russen übernommen. Lange Zeit war
diese Stadt auf keiner Landkarte eingezeichnet. Wir wollen ein
kleines privates Museum besichtigen. Leider ist es gerade Baustelle,
wir vereinbaren mit dem Besitzer aber eine Stadt- und
Bunkerführung
für Mittwoch. Weiter geht es zur Bunkerkette Hochfelde. Von
Holzfällern bekommen wir den Hinweis, außen besichtigen
ja, in die Bunker rein aber nicht, sie wären Privatbesitz. Na
gut, also nur eine kleine Wanderung. Der Himmel verdunkelt sich
inzwischen und der erste kleine Schneeschauer geht runter. Der
Wetterbericht hält leider was er versprochen hat. Abends zeigen
Frank und Anke ihre Fotos aus Südamerika und dann gibt es wieder
Offroadfilme bis die Augen zufallen. Abends spät fällt
immer mehr Schnee, der auch liegen bleibt.
Dienstag, Friedeberg
Es ist
weiß draußen. Der Winter hat noch einmal Einzug gehalten.
Heute starten wir nur mit 4 Fahrzeugen. Ist im Nachhinein auch gut
so, denn sonst hätte einiges nicht so gut geklappt. 6 Fahrzeuge
sind doch schwer unter einen Hut zu bekommen. Wir wollen zu den
Sandbergen, die Frank und Anke auf der Hinfahrt schon gesehen haben
und dann noch ein großes Militärgebiet erkunden. Durch den
reichlichen Schnee sind die Pisten nun mit Vorsicht zu fahren, da man
die Löcher schlecht einschätzen kann. Es geht aber doch
ganz gut. Eine lange Waldetappe führt uns bis zur Drage. Der
Fluss ist kaum zu erkennen, da die Wiesen überall unter Wasser
stehen.
Die
Sandberge sollen kurz hinter Friedeberg liegen, direkt neben der
Straße. Zu sehen ist aber nichts, nach 15 km geben wir am
Bornersee auf. F + A wurmt das, sie wollen weiter suchen,
schließlich
hatten sie sie ja schon gesehen. Der Rest fährt Richtung
Süden.
Gerade haben wir eine viel versprechende Panzerpiste gefunden, da
ruft Frank schon an. Es ist kurz vor Friedeberg. Wir also hin.
Ein super Spielplatz erwartet uns. Feinster Kies, sehr feucht und
sehr schwierig zu befahren. Auch der Schnee macht es nicht einfacher.
Nach einer Stunde haben wir genug gespielt, es ist Zeit für eine
kurze Mittagsrast. Anschließend geht es weiter zur Panzerpiste.
Sie führt von der Verladerampe in Richtung Übungsplatz.
Also drauf, es ist kein Verbotsschild weit und breit zu sehen.
Burkhard
fährt vor und macht Spur. Dadurch können die beiden Suzis
die Tiefe der Wasserlöcher besser einschätzen. Einige sind
nicht ohne. Meist ist der Untergrund zwar fest, aber einige Stellen
sind doch tückisch. Mehrmals fliegt der Dreck - und knirscht
heute noch am Seitenfenster. Wir schauen uns am Ende der Piste noch
ein wenig um, wollen einen See umrunden, landen aber in einer
Militär-Siedlung, hier geht es nicht weiter. Der nächste
Versuch scheitert auch, eine Forsthaus steht genau gegenüber dem
Einstieg. Das ganze Gebiet südlich ist ein einziger riesiger
Übungsplatz.
OK,
erkunden wir also noch einen Biwakplatz. Eine schöne wellige und
rutschige Piste führt dort hin. Hier am Ostufer des
Lübbe-Sees
bläst uns ein eiskalter Westwind entgegen, das Wasser ist auch
recht rauh. Es wird also nur eine kurze Rast. Langsam geht es
zurück.
In Friedeberg holen wir – wie immer – noch schnell die Brötchen
für den nächsten Morgen, auch nachtanken ist angesagt. Auf
Pisten soll es zurück gehen. Wir entdecken wieder eine
Panzerpiste, gleich dahinter ein zeitweiliges Truppenlager und dann
direkt neben einer Pionierbrücke eine sehr lange Furt durch die
Drage. Der Wasserstand ist zur Zeit aber einfach zu hoch, an eine
Durchquerung ist nicht zu denken. Richtung Norden kommen wir wegen
eines unerwarteten Übungsplatzes aber auch nicht weiter.
Dafür
entdecken wir noch eine schmale windungsreiche Strecke am Ufer des
Völzkowsees entlang. Wir gehen mal davon aus, dass alle
Förster
nun mittlerweile Feierabend haben und uns in Ruhe lassen. Alles
klappt, nun aber zurück. Mittlerweile steht noch mehr Wasser und
Schneepampe auf den Feldwegen. Abends gibt’s Spagetti und eine
Vorschau auf morgen, d.h. einen Bericht über den Ostwall im
Fernsehen.
Mittwoch, Schloppe
Gestern
Abend haben wir uns endgültig entschlossen, die Bunkertour nach
Schloppe zu machen, schließlich hatten wir ja einen Termin
ausgemacht. Ein guter Entschluss, wie sich noch herausstellen sollte.
Wir sind früher in Schloppe angekommen als geplant und haben
noch ein wenig Zeit, also schauen wir uns etwas um. Und siehe da,
dort wo früher einmal das russische Kraftwagenbataillon
stationiert war, befindet sich heute am Ortsrand eine große
Brachfläche. Entlang der alten deutschen Speicherhäuser
liegen mehrere Sandpisten, schöne Wellenbahnen, Sandlöcher
und große aufgeschüttete Hügel. Ein schöner
Spielplatz.
Pünktlich
um 11 Uhr steht unser Führer für die Besichtigung Gewehr
bei Fuß und steigt zu Detlef ins Auto. Zuerst gibt es eine
Stadtrundfahrt zu den verschiedenen Gebäuden, Offizierskasino,
die diversen Villen usw.. Dann fahren wir am Ufer des Pillausees
entlang zur Bunkerlinie Hochfelde. An diversen Stellen halten wir an
um uns die zahlreichen Bunker anzusehen und erhalten - trotz
Verständigungsschwierigkeiten - umfangreiche Erklärungen.
An der verbundenen Anlage taucht wieder der Typ vom Montag auf und
beharrt wieder auf Privatgelände usw.. Unser Führer und er
streiten sich kräftig, schließlich gehen wir trotzdem
rein. Anschließend noch ein kleiner Fußmarsch zu einer
Stelle im Vorfeld, wo unser Führer mehrere Soldaten aus dem 2.
WK in einem Frontgraben entdeckt und wieder ausgegraben hat. Nun sind
sie in Stettin endgültig beigesetzt, ein Kreuz ist zur
Erinnerung aufgestellt. Unsere Tour ist hier zu Ende, wird bringen
unseren Führer zurück. Er verschwindet schnell im Haus und
kramt noch ein paar Uniformjacken und Mützen raus und "zwingt"
uns zu Erinnerungsfotos. Anschließend fahren wir noch einmal
auf den Spielplatz.
Ein
wenig mehr Kultur kann nicht schaden, also noch einmal zur Burg
Sternberg, diesmal noch rechtzeitig vor Ladenschluss.
Anschließend
gehen wir gegenüber zu Anna essen. Ein uriges Lokal und ein sehr
gute Speisekarte. Wir sind angenehm überrascht. Abends
natürlich wieder Videoexzesse.
Donnerstag,
Trophytag
Nach
einem ausgiebigen Frühstück prüfen wir die
Vollständigkeit der Ausrüstung und kurz vor 10 geht es los.
Wir starten mit 2 Fahrzeugen zu einer kleinen Trophytour, Burkhard
mit seinem Landy V8 und Detlef mit dem Mercedes GE 350. Nicht weit
entfernt versuchen wir einen ersten kleinen Weg, scheitern aber schon
bald an einem Misthaufen, der mitten auf dem Weg liegt. Weiter geht
es zu einem winzigen Ort, dominiert vom alten Gutshaus. Hier kann man
trefflich und gepflegt übernachten, auch ein großer
Reiterhof gehört dazu. Wir fahren rein die Feldmark. Die Wege
sind sehr schmierig und aufgeweicht. Immer wieder sind kleine Senken
zu durchqueren, durch die sich nun Wasserläufe ziehen. Der beste
Weg will immer wieder zuerst zu Fuß erkundet werden.
Nach
einem einsamen Gehöft an einem Wäldchen senkt sich der Weg
hinunter an einem Teich vorbei. Die Spuren sind sehr tief
ausgefahren. Burkhard nimmt ordentlich Anlauf, bleibt aber in der
Mitte stecken. Nun muss die Seilwinde herhalten. An der tiefsten
Stelle müssen wir sogar eine Umlenkung bauen um das Fahrzeug in
die richtige Richtung zu bekommen. Dann ist er endlich durch. Nun
Detlef mit dem G. Das Fahrzeug stellt sich bereits am Anfang der
tiefen Spur quer. Na gut, dann halt gleich die Winde. Doch die
funktioniert nicht, gibt keinen Mucks von sich. Jetzt haben wir ein
Problem. Mit dem Landy per Gurt ziehen geht nicht, so dicht kommt er
nicht ran. Das Auto umdrehen um dann mit der Winde zu ziehen geht
auch nicht, viel zu groß ist die Gefahr dann selbst nicht mehr
raus zu kommen. Nach einigem Hin und Her fährt Burkhard
vorsichtig spurversetzt so weit zurück, bis er das Fahrzeug
gefahrlos zwischen den Bäumen drehen kann, nun kommt wieder
seine Winde zum Einsatz. Nachdem der G endlich wieder gerade in der
Spur ist und das tiefste Loch überwunden ist kommt er per
Kinetikseil an den Haken und mit Vollgas geht es durch die Pampe.
Geschafft – fast 2 Stunden haben wir für 150 m gebraucht.
Macht aber gar nichts, wir haben es ja so gewollt. Allerdings
müssen
wir nun vorsichtiger fahren und einiges umgehen, was mit 2 Seilwinden
durchaus zu machen wäre.
Die
„normalen“ Feldwege sind schon schwierig genug zu befahren und so
verkneifen wir es uns, auch noch Forstschneise unter die Räder
zu nehmen oder in einen tiefen Bacheinschnitt rein zu fahren. Für
so etwas holt man sich eh besser die Erlaubnis des jeweiligen
Grundbesitzers. Gegen 16:30 Uhr beenden wir dann unsere Tour. Nicht
zuletzt deshalb, weil beim G die Bordspannung immer geringer wird. In
Friedeberg steuern wir eine Buswerkstatt an. Man ist sehr hilfsbereit,
kann uns aber nicht direkt helfen. Doch wir bekommen eine Adresse von
einem KFZ-Elektriker in Woldenberg. Wir beschließen, das Auto
heute wenigstens noch dort hin zu bringen. Am Ortsende ist dann aber
endgültig Schluss. Bei 7,5 Volt will die Zündung nicht mehr
und Detlef bleibt stehen. Wir schleppen das Auto auf einen kleinen
Parkplatz abseits der Straße und organisieren den
Rücktransport, was gar nicht so einfach ist, da fast alle nur 2
Sitze haben.
Freitag,
Reparaturtag und letzte kleine Runde
Karsten
und Gert schleppen den Mercedes von Detlef zur Werkstatt in Woldenberg
– zum
Glück haben wir eine Abschleppstange dabei. Die frohe Kunde: man
wird sich noch heute des Fahrzeuges annehmen und die vorhandene
Ersatzlichtmaschine einbauen. Mit 3 Fahrzeugen (2 Suzi und der Landy)
startet der Rest zu einer letzten Runde. Ein halber Tag ist noch
geplant, um die letzten Strecken, die wir gestern nicht mehr
geschafft haben zu Ende zu fahren. Na ja, es wird dann doch wieder
fast 17 Uhr, bis wir endlich zurück sind. Wir fahren zwar nur
noch „sichere“ Wege, aber auch die haben es in sich. Auf dem
letzten Stück schafft es meine Suzi nicht, eine kleine
mäßig
steile Anhöhe hinauf. Der Weg ist für die AT-Bereifung
einfach zu schmierig. Burkhard muss noch einmal mit der Seilwinde
ran. Derweil ist auch der G repariert und die anderen 3 Fahrzeuge
drehen noch eine kleine Runde durch die Feldmark in der unmittelbaren
Umgebung unseres Hauses.
Samstag,
Rückreise
Nachdem
wir das Haus wieder übergeben haben geht es zurück Richtung
Heimat. Frank und Anke fahren über Stettin, Burkhard möchte
noch einen Abstecher zum Geburtsort seiner Mutter unternehmen, der
Rest fährt wieder über Küstrin zurück. Gegen
Mittag noch letzte Einkäufe und dann ab über die nun
offenen Grenze auf auf Bundesdeutscher Autobahn schnellstmöglich
nach Hause. Eine gelungene, abwechslungsreiche Woche liegt hinter uns
– und es liegt noch einiges an Arbeit vor uns um die Fahrzeuge
wieder sauber zu bekommen.
Die
meisten Ortsnamen sind frei erfunden. Jede Ähnlichkeit mit noch
lebenden oder schon toten Orten ist rein zufällig. Vielen Dank an
die Fotografen für die Überlassung der Bilder. Jegliche
Verwendung der Texte und Bilder ausschließlich zu rein privaten
Zwecken, die Weitergabe oder kommerzielle Verwendung ist
ausdrücklich untersagt.
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